ProgrammTicketinfosKontaktDas HausPresseBlog
Das Haus / Historie (897 Byte)
1873 Mitten in der Berliner Innenstadt, auf der Friedrichstrasse 101/102, wird bei Bauarbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Admiralsquartiers zufällig eine artesische Solequelle entdeckt. Als eines der ersten öffentlichen Bäder Berlins wird das "Admirals-Gartenbad" eröffnet, von den Architekten Kyllmann und Heyden erbaut, die dafür die eigene "Admiralsgartenbad-Aktiengesellschaft" gründen.
1889/
1890
Das "Admirals-Gartenbad" wird nach den Plänen von Regierungsbaumeister Gause zu einer dreigeschossigen Badeanstalt ausgebaut. Das Bad rühmt sich damit, das "modernste Europas" und eines der ersten in Berlin zu sein.
1911

Nach Abriss des Admiralsgartenbads und Neubau auf dem Grundstück Friedrichstraße 101 wird der „Admiralspalast“ am 20. April als „neues, weltstädtisches Etablissement“ eröffnet. Unter dem Dach des Admiralspalasts -einem der ersten Vergnügungspaläste überhaupt - befinden sich nun: Eislaufarena, die Tag und Nacht geöffneten russisch-römische Luxus-Thermen in vornehmstem Stil auf 2.600 Quadratmetern, ein Römisches Café vier Kegelbahnen und ein luxuriöses Lichtbild-Theater. Auch Eishockeyspiele und Boxkämpfe werden in der großen Halle ausgetragen.

1913 Der Admiralspalast ist der einzige Eispalast der Welt.
1922 Umbau zum "Welt-Varieté" im Art-deco-Stil nach Plänen von Oskar Kaufmann und Richard Wolffenstein.
1923 Der Operettenregisseur Herrmann Haller wird neuer Direktor. Das Theater wird zum Revuetheater mit Namen "Theater im Admiralspalast" umgebaut.
1939 Fusion mit dem Metropoltheater in der Behrenstrasse (heute Sitz der Komischen Oper) unter Heinz Hentschke.
1939 Auf Anordnung des Reichsministers Goebbels beginnt am 20. Dezember der Umbau des Theaters in eine "festlich-schöne Erholungsstätte".
1941 Eine "Führerloge" wird in die Mitte des ersten Ranges eingebaut.
1944 Am 1. September werden alle Berliner Theater auf Anordnung der NSDAP wegen Ausruf des "totalen Krieges" geschlossen.
1945 Die "Deutsche Staatsoper" zieht in den Palast ein und nutzt ihn bis 1955 als Interimsspielstätte. Am 23. August wird die erste Spielzeit mit einem Festkonzert wiedereröffnet.
1946 Auf dem "Vereinigungsparteitag" vom 21.-22. April werden auf Anordnung KPD und SPD zur SED zusammengeschlossen. Im Theatersaal erfolgt der Handschlag zwischen Otto Grotewohl und Wilhelm Pieck.
1947 Yehudi Menuhin spielt am 3. Oktober Wagner's "Tristan und Isolde" im Theatersaal.
1948 Bertolt Brecht nimmt mit Helene Weigel an einer Friedenskundgebung des Kulturbundes im Admiralspalast teil.
1950 Mit einem feierlichen Festakt am 24. März gründet die DDR die Deutsche Akademie der Künste (DAK) in Ost-Berlin im Admiralspalast.
1953 Das Kabarett "Die Distel" wird im ehemaligen Casino/Kino im Vorderhaus des Admiralspalasts eröffnet.
1955 Am 21. Dezember wird das "METROPOL-Theater im Admiralspalast" mit der Operette "Die Fledermaus" von Johann Strauss eröffnet. Das Operetten- und Musicalhaus zeigt neben grossen klassischen Operetten Broadway-Musicals.
1955 Im Vorderhaus des Admiralspalasts wird das DDR-"Presse-Café" eingerichtet. Dort trifft sich die DDR-Bohéme.
1979 Als Gründungsort der SED wird der Admiralspalast in die zentrale Denkmalliste der DDR aufgenommen.
1990 Der Admiralspalast steht auf der "Abwicklungsliste" des Senats, die Stadt wollte die Subventionszahlungen schnell senken.
Der Denkmalschutz des Admiralspalasts wird in die gesamtdeutsche Denkmalliste überschrieben.
1995 Das landeseigene Metropoltheater wird in die private "Metropol-Theater Betriebsgesellschaft mbH" mit René Kollo als Intendant umgewandelt.
1997 Am 31. Juli schliesst das "METROPOL-Theater im Admiralspalast".
1999 Peter Bejach, ehemaliger Leiter der Staatsoperette Dresden, startet eine Initiative, den Admiralspalast wieder zu beleben, was jedoch wegen geringer finanzieller Mittel scheitert. Ein neuer Investor wird gesucht.
2001 Die Stage Holding unterzeichnet als neuer Investor einen Kaufvertrag.
2002 Der Senat entscheidet, den Gebäudekomplex als Kulturstandort zu erhalten.
2003 Im Juli erwirbt Falk Walter, Betreiber der arena Berlin, zusammen mit vier weiteren Gesellschaftern in einem Bieterverfahren das Gebäude vom Liegenschaftsfonds des Landes Berlin. Falk Walter, Joachim Barth, Marcus Flügge, Jón Tryggvason und Helgi Björnsson gründen die Admiralspalast Produktions GmbH. Alleinige Gesellschafter und Geschäftsführer der Admiralspalast Produktions GmbH sind heute Falk Walter und Helgi Björnsson.
2006 Nach denkmalgerechter Sanierung und Modernisierung wird das neue Admiralspalast Theater am 11. August 2006 mit der Premiere der „Dreigroschenoper“ neu eröffnet. Kurz darauf werden das Admiralspalast Studio, die Konzert- und Galerieräume Admiralspalast 101 eingeweiht. Der Admiralspalast Klub folgt.
Europa Renoviert (14003 Byte)