Termin
Karten
(030) 4799 7499 + an allen bek. VVK-Stellen
Preis
12,00 Euro (VVK, zzg. aller Gebühren), AK 16,00 Euro
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Moriarty, das transatlantischen Quintett, vereinigt Frankreich und die Staaten so selbstverständlich wie Wasser aus der Seine und dem Mississippi: Alte Welt trifft neue Welt, Alt.country trifft Chanson, Swamp-Blues trifft Cabaret. Ein nächtlicher Folk-Mix, der keinem Jahrzehnt, keinem Jahrhundert, keinem Ort zuzuordnen ist. Banjo, Harmonica, Doublebass, ein Koffer als Trommel und die unvergleichliche Kanarien-Stimme von Rosemary Moriarty.
Wie kann eine so einzigartige Kombi entstehen? Wie kann sie so natürlich funktionieren? Was ist dies für eine sonderbare Kapelle, die in Frankreich landauf, landab die Hallen ausverkauft mit einem Sound, den man eher im Theater als in der Hitparade einordnet?
Das Französisch/Amerikanische zieht sich bereits durch die Identitäten der Mitglieder. Arthur und Thomas Moriarty kennen sich aus Pariser Sandkastentagen. Ihre Eltern sind befreundet, Arthurs Mutter ist Amerikanerin, bei Thomas stammen sogar beide Elternteile aus den USA. So etwas schweißt zusammen. Die beiden bleiben unzertrennlich, wachsen auf wie Brüder. Entdecken den Blues und unternehmen als Jugendliche gemeinsame Reisen. Um die Wurzel des Blues zu finden, reisen sie nach Westafrika und nach Memphis. Arthur schaut sich die Fingerpicking-Techniken ab. Thomas lernt, seine Mundharmonika wie „ein Bandoneon, eine schnurrende Katze, eine irische Fidel, einen Mondkrater, ein halbautomatisches Maschinengewehr, einen Sonnenfleck“ klingen zu lassen. Zu Hause in Paris haben sie eine Bluesband am Laufen. Mit an Bord: Zim Moriarty und sein Stand-Up-Bass. Auch der Halbschweizer/ Halbvietnamese hat einen amerikanischen Hintergrund - der fernöstliche Teil seiner Familie lebt über die Staaten verteilt, als Flüchtlinge während des Vietnam-Krieges übergesiedelt. Auch dabei Charles Moriarty, ein USBürger aufgewachsen in Lima, den man beim Busking auf einer Seine-Brücke traf und nach einer spontanen Session in die Band aufnahm. Er spielt in der Bluesband Charango, Dobro und elektrische Gitarren. Eine neue Dimension nimmt das Ganze an, als sie Rosemary Moriarty kennenlernen. Auch sie ist halbe Französin / halbe Amerikanerin, mit einer Stimme wie Waldhonig in den Gehörgängen. Bald darauf entpuppt sich ein scheinbarer Rückschlag als Glücksfall.
Als ihr damaliger Drummer die Band verlässt, merken Moriarty, dass straighte Drums und das
Bluesrockformat die Band in ihrer Entfaltung behinderten und, so Zim, "dass unsere Stärke
Rosemary ist". Die Songs werden fortan um ihre Stimme arrangiert. Folk, Brecht/Weill, Country...von jetzt an sind die Möglichkeiten endlos. Hauptsache, man wiederholt sich nicht. Es darf experimentiert werden. Wenn man sich zum Musizieren trifft, werden auch Gläser und Besteck zu Instrumenten. Zum neuen Schlagzeug wird..? Zim: "Ein alter Holzkoffer. Dieser Koffer hat seine eigene Geschichte - Thomas Onkel ist mit ihm so oft über den Atlantik gereist! Er ist voll mit all diesen alten Reise-Aufkleber. Der Koffer hat einen ganz eigenen Klang. Man spielt ihn mit Pinseln.
Im Oktober 2007 erscheint schließlich das Debütalbum, wird von der Kritik begeistert gefeiert und erreicht zur Überraschung aller die Top 30 der französischen Hitparade. Der franzamerikanische Sound hat die Band inzwischen um die Welt geführt.
In Kanada ist man aufgetreten, in Irland, Italien (interessanterweise noch nicht in den USA).
Foto: Lea Crespi
Einlass: 20:00 / Beginn: 21:00
CREDITS PHOTOS OSHEN : ERWAN & SOPHIE www.myriamcorporation.com













